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Neuraltherapie in Hollfeld & Eggolsheim

Die Neuraltherapie ist ein therapeutisches Verfahren, bei dem ein örtliches Betäubungsmittel – in meiner Praxis in der Regel Procain oder Lidocain – gezielt in bestimmte schmerzhafte oder funktionell auffällige Körperregionen injiziert wird. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, eine Stelle kurzfristig zu betäuben. Die Injektion kann beispielsweise direkt an verspannte Muskulatur, schmerzhafte Triggerpunkte oder andere gereizte Strukturen wie Gelenke oder Sehenansätze erfolgen. Ziel ist es, den lokalen Schmerzreiz vorübergehend zu unterbrechen und dadurch ein therapeutisches Zeitfenster zu schaffen, in dem sich Muskulatur und umliegendes Gewebe entspannen können.

In meiner Praxis setze ich die Neuraltherapie deshalb vor allem als Ergänzung zur Osteopathie, Chiropraktik und manuellen Behandlung ein.
Gerade bei hartnäckigen Beschwerden kann die Kombination verschiedener Behandlungsansätze sinnvoll sein: Während osteopathische und chiropraktische Techniken insbesondere auf Beweglichkeit, Muskelspannung und funktionelle Zusammenhänge ausgerichtet sind, ermöglicht die Neuraltherapie einen zusätzlichen lokalen therapeutischen Reiz. Welche Behandlung sinnvoll ist, wird immer individuell nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung entschieden.

Was ist Neuraltherapie?

Bei der Neuraltherapie werden geringe Mengen eines Lokalanästhetikums mit einer feinen Injektionsnadel gezielt in bestimmte Körperregionen eingebracht.

Ein häufig eingesetzter Wirkstoff ist Procain. Procain gehört zur Gruppe der Lokalanästhetika und kann
die Weiterleitung von Schmerzsignalen in Nervenfasern vorübergehend hemmen.

Die Wirkung des Medikaments selbst ist zeitlich begrenzt. Therapeutisch interessant ist deshalb vor allem die Frage, ob sich während dieser vorübergehenden Unterbrechung eines Schmerzreizes beispielsweise Muskelspannung, Beweglichkeit oder das lokale Schmerzempfinden verändern.

Je nach Beschwerdebild können unterschiedliche Injektionstechniken eingesetzt werden.

Dazu gehören beispielsweise:
• Injektionen an schmerzhafte Triggerpunkte
• Behandlung verspannter oder verhärteter Muskulatur
• oberflächliche Quaddelungen der Haut
• Injektionen im Bereich schmerzhafter Sehnen- oder Muskelansätze
• Behandlung ausgewählter gelenknaher Strukturen
• Behandlung bestimmter schmerzhafter Bereiche an der Wirbelsäule
• Behandlung von Narben oder lokal auffälligen Gewebebereichen

Welche Technik zum Einsatz kommt, richtet sich nach Ihrer individuellen Situation und dem zuvorerhobenen Befund.

Neuraltherapie bei Schmerzen

Schmerzen entstehen häufig nicht durch einen einzelnen Faktor.

Bei länger bestehenden Beschwerden können beispielsweise Gelenke, Muskulatur, Faszien und das Nervensystem gleichzeitig beteiligt sein. Ein ursprünglich lokales Problem kann dadurch zu eineranhaltenden Muskelspannung oder erhöhten Empfindlichkeit einer Region führen.

Gerade solche Beschwerden betrachte ich deshalb nicht ausschließlich an der Stelle, an der der Schmerz wahrgenommen wird.

Die Neuraltherapie kann hierbei ein zusätzlicher Bestandteil der Behandlung sein.

Nach einer Injektion beobachte ich beispielsweise, ob sich
• das lokale Schmerzempfinden,
• die Muskelspannung,
• die Druckempfindlichkeit,
• die Beweglichkeit oder
• das Bewegungsgefühl
verändert.

Anschließend kann die betroffene Region – wenn sinnvoll – zusätzlich osteopathisch, chiropraktisch oder mit anderen manuellen Techniken behandelt werden.

Bei welchen Beschwerden kann Neuraltherapie eingesetzt werden?

Rückenbeschwerden
Schmerzhafte und stark verspannte Bereiche der Rücken- und Wirbelsäulenmuskulatur können mit Triggerpunkten und einer erhöhten lokalen Empfindlichkeit verbunden sein.
Je nach Befund kann die Neuraltherapie hier ergänzend zu einer manuellen oder osteopathischen Behandlung eingesetzt werden.

Nacken- und Schulterbeschwerden
Hartnäckige Verspannungen im Bereich von Nacken, Schultergürtel und oberer Brustwirbelsäule können zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führen.
Insbesondere bei ausgeprägten muskulären Triggerpunkten kann eine lokale Behandlung mit Procain eine mögliche Ergänzung darstellen.

Muskelverspannungen und Triggerpunkte
Triggerpunkte sind lokal besonders druckempfindliche Bereiche innerhalb der Muskulatur. Sie können nicht nur unmittelbar an dieser Stelle schmerzen, sondern Beschwerden teilweise auch in andere Körperregionen projizieren.
Bei entsprechenden Befunden kann Procain gezielt in oder an diese schmerzhaften Muskelbereiche injiziert werden.

Schulterbeschwerden
Bei Beschwerden im Bereich der Schulter können unterschiedliche Strukturen beteiligt sein beispielsweise Muskulatur, Sehnen, Schleimbeutel oder das Schultergelenk selbst.
Nach einer sorgfältigen Untersuchung kann eine lokale Injektion in ausgewählten Fällen als Teil eines umfassenderen Behandlungskonzeptes eingesetzt werden.

Gelenkbeschwerden
Bei Gelenkbeschwerden können neben dem Gelenk selbst auch die umliegende Muskulatur,Sehnenansätze, Gelenkkapsel und andere gelenknahe Strukturen an der Schmerzsymptomatik beteiligtsein.
Je nach Befund kann die Neuraltherapie deshalb auch bei Beschwerden im Bereich von beispielsweise Schulter, Ellenbogen, Hüfte oder Knie ergänzend eingesetzt werden. Dabei können kleine Mengen Procain gezielt an schmerzhafte oder gereizte Strukturen im Umfeld des Gelenks injiziert werden.

Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule
Schmerzen im Bereich von Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule können unter anderem durch Muskulatur, Gelenke und umliegende Gewebestrukturen beeinflusst werden.
Je nach Ursache und Befund kann die Neuraltherapie mit anderen manuellen Verfahren kombiniert werden.

Sport- und Überlastungsbeschwerden
Wiederkehrende Belastungen, intensives Training oder ungewohnte Bewegungen können lokal zu schmerzhaften und gereizten Gewebebereichen führen.
Hier kann es sinnvoll sein, nicht nur die schmerzhafte Struktur selbst, sondern auch Bewegungsmuster, Mobilität und Belastungssteuerung zu berücksichtigen.

Narben und lokale Gewebebeschwerden
Auch Narben können hinsichtlich Beweglichkeit, Empfindlichkeit und Spannung untersucht werden. Wenn sich hierbei relevante Auffälligkeiten zeigen, kann eine lokale Behandlung im Bereich der Narbe Teil des individuellen Therapiekonzeptes sein.

Neuraltherapie und Osteopathie – warum ich beide Verfahren kombiniere

In meiner Praxis wird die Neuraltherapie nicht isoliert betrachtet.

Mein therapeutischer Schwerpunkt liegt darauf, zunächst zu verstehen, warum eine bestimmte Region immer wieder Beschwerden verursacht.

Dazu untersuche ich unter anderem Beweglichkeit, Gelenkfunktion, Muskelspannung, Belastungsmuster und mögliche funktionelle Zusammenhänge.

Bei einer ausgeprägten lokalen Reizung oder sehr schmerzhaften Muskelspannung kann eine Procain-Injektion anschließend eine zusätzliche Möglichkeit darstellen.

Nach der Injektion überprüfe ich erneut Beweglichkeit, Schmerzempfinden und Spannung des Gewebes.

Je nach Reaktion kann anschließend eine gezielte osteopathische, chiropraktische oder manuelle Nachbehandlung erfolgen.

So entstehen keine voneinander getrennten Therapieformen, sondern ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept.

Tut Neuraltherapie weh?

Die Injektionen erfolgen mit dünnen Nadeln und werden von vielen Patienten gut toleriert. Oft spürt der Patient nicht einmal den Einstich.

Der Einstich selbst kann trotzdem kurz spürbar sein. Beim Einbringen des Medikaments kann außerdem vorübergehend ein Druck-, Spannungs- oder leichtes Brenngefühl entstehen.

Wie stark eine Injektion wahrgenommen wird, hängt unter anderem von der behandelten Körperregion und der individuellen Schmerzempfindlichkeit ab.

Wie schnell wirkt Procain?

Da Procain ein Lokalanästhetikum ist, kann eine lokale Wirkung bereits kurz nach der Injektion einsetzen.

Der behandelte Bereich kann sich beispielsweise vorübergehend weniger schmerzhaft oder leicht taub anfühlen.

Wie stark und wie lange eine Veränderung wahrgenommen wird, unterscheidet sich von Patient zu Patient und hängt außerdem stark von der Ursache der Beschwerden ab.

Eine sofortige Veränderung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die zugrunde liegende Ursache dauerhaft behoben ist.

Wie lange hält eine Neuraltherapie an?

Die eigentliche lokalanästhetische Wirkung von Procain ist zeitlich begrenzt. Wie sich die Beschwerden danach entwickeln, ist individuell unterschiedlich.

Manche Patienten nehmen bereits nach einer Behandlung eine Veränderung wahr, während bei anderen mehrere Behandlungen oder ein anderer therapeutischer Ansatz erforderlich sein können.

Deshalb wird nach jeder Sitzung neu beurteilt, wie Ihr Körper reagiert hat und ob eine weitere Neuraltherapie sinnvoll erscheint.

Es gibt kein festes Behandlungsschema und keine bestimmte Anzahl an Injektionen, die grundsätzlich notwendig ist.

Häufig gestellte Fragen zur Neuraltherapie

Was wird bei einer Neuraltherapie gespritzt?

In meiner Praxis verwende ich in der Regel Procain oder Lidocain. Dabei handelt es sich um ein Lokalanästhetikum, das die Weiterleitung von Schmerzsignalen vorübergehend reduzieren kann.

Wie viele Sitzungen Neuraltherapie sind notwendig?

Hierfür gibt es keine pauschale Anzahl. Je nach Beschwerdebild kann eine einzelne Behandlung ausreichend sein, während in anderen Situationen mehrere Termine sinnvoll sein können. Nach jeder Behandlung wird der weitere Verlauf neu beurteilt.

Kann Neuraltherapie mit Osteopathie kombiniert werden?

Ja. Gerade diese Kombination nutze ich in meiner Praxis regelmäßig. Nach einer gezielten Injektion kann je nach Situation eine osteopathische, chiropraktische oder andere manuelle Behandlung erfolgen.

Ist Neuraltherapie dasselbe wie eine Kortisonspritze?

Nein. Procain ist kein Kortison. Es handelt sich um ein Lokalanästhetikum. Wirkung, Einsatzgebiet und Wirkmechanismus unterscheiden sich entsprechend von einer Kortisoninjektion.

Ist die Neuraltherapie für jeden geeignet?

Nein. Ob eine Neuraltherapie durchgeführt werden kann, hängt unter anderem von Vorerkrankungen, Medikamenten, Allergien und der Ursache Ihrer Beschwerden ab. Deshalb erfolgt vor einer Behandlung immer eine individuelle Beurteilung.

Was kostet eine Neuraltherapie?

Die Kosten richten sich nach Art und Umfang der Behandlung. Da ich die Neuraltherapie in meiner Praxis häufig mit einer osteopathischen oder manuellen Behandlung kombiniere, wird grundsätzlich das reguläre Zeithonorar berechnet. Für die verwendeten Materialien und das Medikament fällt zusätzlich eine geringe Materialpauschale an, die in der Regel unter 10 € liegt.

Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker (GebüH). Über die voraussichtlich entstehenden Kosten informiere ich Sie selbstverständlich transparent vor der Behandlung.

Neuraltherapie in Hollfeld & Eggolsheim – individuell kombiniert mit Osteopathie, Chiropraktik und manueller Therapie.

Ich biete Neuraltherapie mit Procain an meinen Praxisstandorten in Hollfeld und Eggolsheim an.

Dabei verbinde ich die Behandlung je nach Beschwerdebild mit Elementen aus Osteopathie, Chiropraktik und manueller Therapie.

Vor einer Neuraltherapie erfolgen immer eine individuelle Anamnese, Untersuchung und Aufklärung.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Behandlung mit Procain für Ihre Beschwerden infrage kommt, können wir dies bei Ihrem Termin gemeinsam besprechen.